Firmengeschichte der Volksbank Haselünne

Die Gründung Ihrer Volksbank

Als am 15.3.1898 37 Herren (!) als Genossen zusammentrafen, um die "Spar- und Darlehnskasse" als eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht in Haselünne zu gründen, geschah dies kaum in dem Wissen, ein lokales Bankinstitut auf die Beine zu stellen, das 100 Jahre später in der Lage sei, eine beachtenswerte Geschäftsbilanz vorlegen zu können, im Gegenteil, die Genossenschaft musste zunächst längere Zeit um ihr Überleben kämpfen.

Am 26. Februar und 5. März 1898 erschienen in der Haselünner Zeitung zwei Annoncen des "Landwirthschaftlichen Vereins Haselünne-Herzlake", der zur nächsten ordentlichen Generalversammlung einlädt. Tagungsort der Generalversammlung des "Landwirthschaftlichen Vereins" ist der Dreesmann'sche Gasthof (heute Modehaus Schröder) in Haselünne, Zeitpunkt: 14.00 Uhr! (Denn: Gaslicht gab es noch nicht, und in Haselünne war man erst ab 1924 bereit, sich an die Elektrizitätsversorgung anzuschließen.) Dass die Gründung einer Genossenschaftsbank vorgesehen war, konnte man aus der Tagesordnung nicht zuerst entnehmen, denn zunächst war als erster Tagesordnungspunkt der Vortrag des Lehrers Stevens aus Haselünne über Obstzucht (!) vorgesehen. Zum Tagesordnungspunkt 2, Errichtung einer Spar-und Darlehnskasse für das Kirchspiel Haselünne, hatte der Vorsitzende des "Landwirthschaftlichen Vereins", der Geheime Regierungsrat Behnes, einen Fachmann, den Wanderlehrer (!) Fricke, von der Landesgenossenschaftskasse aus Hannover eingeladen.

Woher dieses leicht verdeckte Vorgehen? Gab es Vorbehalte, Bedenken gegen diese beabsichtigte Gründung einer Genossenschaftsbank? Zumindest der Kommentator und Herausgeber der Haselünner Zeitung, die nur wöchentlich samstags erschien, August Lammersdorf, begleitete die Gründungsabsichten einer Kasse in der Ausgabe vom 11. März 1898 mit bissigen Kommentaren. Dort liest man unter anderem: Das Bestreben, derartige Kassen weiter zu verbreiten, hat eine edle Grundlage, aber nicht überall ist die Gründung von Kassen dieses Systems angebracht und zwar aus mehrfachen Gründen... Die Stadt Meppen besitzt seit Jahren eine Volksbank (Arenberg - Meppen, der Verf.) und eine städtische Sparkasse. Weit über Meppen hinaus haben diese Institute ihre guten Geschäftsverbindungen (nach Haselünne), die die Begründung einer Raiffeisen'sehen Casse überflüssig machen, zumal die Mitgliedschaft bei der Volksbank weniger verbindlich, wohl aber verhältnismäßig einträglicher ist...

Trotzdem fand dann am 15. März die besagte Gründungsversammlung statt, und das heutige Institut an der Hasestraße wurde ins Leben gerufen. 37 Genossen unterschrieben das "Protokoll der Errichtung einer Spar- und Darlehnskasse". Dem ersten Vorstand gehören Anton Hellen und Wilhelm Stevens, beide Haselünne und Josef Büter aus Andrup an. Den Aufsichtsrat bilden Gerhard Schniers, Haselünne, Heinrich Mödden, Lohe und Gerhard Abeln aus Flechum. Geschäftsführer wird Matthias Linne aus Haselünne.

Die ersten Jahre

1898 - 1918

Zu diesem Zeitpunkt hat die Kernstadt Haselünne gerade mal, laut Volkszählung vom 09.12.1895, 1986 Einwohner, umgerechnet auf das gesamte Stadtgebiet ca. 4300. Bürgermeister war Herr Bödiker und bei den Bürgervorsteherwahlen vom 5. Februar 1898 wurden die Herren B. Niemann, H. Kladde, B. Vennefron und Joh. Berentzen gewählt. Die Meppen - Haselünner - Eisenbahn, MHE, beantragte in diesem März Mittel beim Preußischen Landtag, um ihre Strecke Meppen-Haselünne, die sie 1894 im Oktober eröffnet hatte, Richtung Herzlake zu verlängern, um die Region an die rasante, wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung des Deutschen Reiches, ausgelöst durch die Industrialisierung, anzuschließen. Dieses Deutsche Reich verabschiedete gerade das erste Flottengesetz zum Ausbau der von Kaiser Wilhelm II. angestrebten Weltmachtstellung und verärgerte damit nachhaltig Großbritannien, das versuchte, Deutschland als Bündnispartner zu gewinnen, denn es lag mit Frankreich in Afrika, in der sog. Faschodakrise aus kolonialpolitischen Interessen im Clinch. Der Finanzbedarf des Reiches war wegen der Flottenrüstung groß und damit die Zinsen hoch. Veranlaßte das denn 37 gegestandene Männer, fast ausschließlich Landwirte aus Haselünne und Umland, trotz Widerständen und Konkurrenz eine eigene Bank zu gründen? Dies ist eher unwahrscheinlich, da deren Interessen naturgemäß weitgehend regional bedingt waren. Aus den zur Verfügung stehenden Quellen ist dazu konkret wenig zu entnehmen.

Aus den Zeilen von A. Lammersdorf lassen sich jedoch erste Rückschlüsse ziehen, denn er schreibt u.a.: ...In den rein ländlichen Bezirken, in welchen der Wucher seine vernichtenden Krallen über wirtschaftlich Schwache bereits gespannt hatte, hat die Gründung Raiffeisen'scher Kassen wahre Wunder gewirkt, denn die schwachen Existenzen wurden durch sie gehoben und der Wucher wich allmählich ganz zurück...

Diese Worte waren sicherlich ganz im Sinne der Absichten Friedrich Wilhelm Raiffeisens und seines Zeitgenossen Hermann Schulze-Delitzsch. Sie versuchten erfolgreich in der Zeit der industriellen Revolution des letzten Jahrhunderts, die Idee des Genossenschaftswesens für die notleidende, sich im Umbruch befindliche Landwirtschaft und für das Handwerk nutzbar zu machen. Dazu mußte die schon im hohem Mittelalter entstandene Idee der Genossenschaften (als da z. B. die Schweizer Eidgenossenschaften, die Wald-, Weide-, Wasser-, Mark- und Deichgenossenschaften waren) für die gänzlich neue wirtschaftliche Lage des 19. Jahrhunderts umgestaltet werden.

Sicher gilt auch für Haselünne, daß die Gründungsgenossen des Jahres 1898 aus gleichen Motiven der uneingeschränkten Selbsthilfe handelten, um die Gewissheit zu haben, das Kapital für die notwendigen Investitionen, die der andauernde Strukturwandel erforderte, erschwinglich zu erhalten, selbst wenn sie das Risiko eingingen, laut Genossenschaftsgesetz von 1889, selbst zu haften. Die Industrielle Revolution des 19. Jahrhunderts war nur durch das Zusammenspiel vieler Faktoren möglich geworden. Dazu gehörten nicht nur, wie oft fälschlicherweise angenommen, die zahlreichen Erfindungen auf allen wissenschaftlichen Gebieten, sondern u. a. auch der unglaubliche Wandel in der Landwirtschaft nach der Bauernbefreiung um 1810/11, der durch veränderte Besitzverhältnisse mit den oft nicht zu leistenden Ablöselasten und die dadurch bedingte Landflucht in die Städte (und die Entwurzelung der Menschen mit allen sozialen Folgen) geprägt war. Die gleiche Landwirtschaft hatte folglich auch immer mehr Menschen zu ernähren, was ihr durch neue Produktionstechniken auch gelang.

Ein derart belasteter Wirtschaftszweig braucht(e) aber für den Wandel Kapital, wie die Industrie übrigens in viel höherem Maße auch, doch konnte dieser schon allein größenordnungsmäßig nicht mithalten. Gleiches galt auch für das Handwerk, das unter der neuen Form von Produktion enorme Schwierigkeiten hatte, ökonomisch zu überleben. Hier war die Idee und das Tun der beiden modernen Genossenschafter Raiffeisen und Schulze-Delitzsch ein Segen für die Betroffenen. Der auch heute übliche (teure) Ruf nach dem Staat wurde bei ihnen durch eigenverantwortliche Selbsthilfe ersetzt! In Haselünne und Umland waren die Probleme dieser Zeit sicher nicht anders als irgendwo im ländlichen Raum gelagert. Die Landwirtschaft und das Handwerk mußten konkurrenzfähig bleiben, schließlich hatte man 4 Jahre vorher (1894) durch den erfolgten Bau einer Eisenbahnstrecke - übrigens auch aus privater Initiative heraus - von dem "großen" Bahnhof Meppen nach Haselünne, später Herzlake usw., den Anschluß an die Wirtschaft des ganzen Reiches bekommen.

Der Bedarf nach erschwinglichen Krediten war hoch. Neben der bereits existierenden städtischen Sparkasse gab es in Haselünne den privaten Bankier Münch, im heutigen Hof Monnich residierend, dessen Tun nachweislich zumindest bis zum 1. Weltkrieg das Aufblühen eines Bankenwesens nachhaltig verhindert hatte. Die Gründungsversammlung zur "Errichtung einer Spar- und Darlehnskasse" im Gasthaus Dreesmann am 15.03.1898 blieb erwartungsgemäß nicht ohne den entsprechenden Kommentar der Haselünner Zeitung vom 18. März 1898. Nicht nur daß der erste Tagesordnungspunkt zur Obstzucht in Haselünne durch Lehrer Stevens (aus Mangel an Beteiligung !) ausfiel, sondern der Kommentator und Herausgeber der Haselünner Zeitung, selbst auf der Versammlung anwesend, legte sich mit dem Fachmann, Wanderlehrer Dr. Fricke von der Landesgenossenschaftskasse aus Hannover an, der es gewagt hatte, für die Gründung dieser Bank, entgegen den Argumenten seiner Zeitung der vergangenen Woche, zu werben. Schließlich kommt es zum Disput über ein nicht gewährtes Rederecht für den Journalisten, der aus lauter Verärgerung darüber vergißt (?), über den eigentlichen Gründungsakt zu berichten - auch in der darauffolgenden Wochenausgabe übrigens nicht!

Trotz all dieser "unerquicklichen Umstände" und Widrigkeiten lädt die Spar- und Darlehnskasse e.G.m.u.H, zu Haselünne am 29. April in der gleichen Zeitung per Annonce zu ihrer ersten Generalversammlung am 3. Mai 1899 im Saale des Herrn Beckmeyer (in diesem Anwesen ist heute die Drogerie "Ihr Platz", vormals Gaststätte Strodtkötter). Die Bilanz am Ende des Jahres 1898 beträgt M 44.963,- und es wird ein Gewinn von sage und schreibe M 22,83 ausgewiesen!

schwere Zeiten geprägt durch Kriege

1920 - 1945

Inflation und wieder Krieg prägen die Entwicklung der Volksbank in den folgenden Jahren. Krisen und Katastrophen reißen auch Haselünne in den Strudel der Perspektivlosigkeit. Die Inflation erreicht 1923 ihren Höhepunkt. 25 Jahre nach jenem denkwürdigen Geburtsakt der heutigen Volksbank Haselünne eG sieht die Bilanz der Kasse, trotz der verheerenden Inflation, bei der sämtliche Sparguthaben vernichtet wurden und dadurch auch zur Radikalisierung von Teilen des Bürgertums in Deutschland beigetragen wurde, nach Einführung der Rentenmark am 15. November ganz zufriedenstellend aus. Sie beläuft sich am 31.12.1923 auf M 3.087.950.591.233.-

Von den 25 Jahren Aufbau der Volksbank haben vier Jahre Krieg und fünf Jahre Inflation drastische Spuren hinterlassen. Die Rentenmark löst die Papiermark im Verhältnis "eine Rentenmark gleich eine Billion Papiermark" ab. Ende August 1924 tritt an die Stelle der Rentenmark die an das Gold gebundene Reichsmark. Nur ein mutiger Neubeginn kann die Volksbank wieder auf Kurs bringen. Die auf der Wirtschaft lastenden Reparationsverpflichtungen stehen einem weiteren Aufstieg der Volksbank Haselünne im Wege. Der Zusammenbruch der New Yorker Börse im Jahre 1929 ist der Beginn der Weltwirtschaftskrise, die auch die Banken in ihren Strudel zieht.

Neuanfang - Nachkriegszeit

1948 - 1970

Erst nach der zweiten Währungsreform am 21.06.1948, 50 Jahre nach der Gründung unserer Kasse, kommen die deutschen Banken in "ruhigere Gewässer" und tragen, wie die Volksbank Haselünne, wesentlich zum Wiederaufbau Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg bei. Der Gedanke von F. W. Raiffeisen und H. Schulze-Delitzsch hatte sich längst duch gesetzt und eindrucksvoll bewährt. Die Entwicklung der Bank nach dem 2. Weltkrieg wird ganz wesentlich vor allem von einer Persönlichkeit geprägt und für die Moderne gerüstet, die unglaubliche 48 Jahre lang der Volksbank Haselünne im wahrsten Sinne des Wortes gedient hat.

Arnold Warndorff, der 1930 die Abschlußprüfung an der alten Lateinschule Haselünne (Ecke Kirchstraße/Petersilienstraße, schon im Jahre 1297 zum ersten Mal urkundlich erwähnt) ablegte,- schließlich waren bei den Ursulinen im Kloster ja keine Jungen zugelassen - begann im selben Jahr seine Banklehre bei der Spar- und Darlehnskasse Haselünne. Als einer der ersten Reservisten der Stadt musste er, gerade 10 Tage verheiratet, 1939 zur Wehrmacht an die Front, hatte aber das Glück, recht kurz nach Kriegsende in seine Heimatstadt zurückkehren zu können, wo er 1948 mit der Leitung der Bank beauftragt wurde, der er bis Oktober 1978 vorstand. Arnold Warndorff hat sich dabei nicht nur um die Entwicklung der Volksbank verdient gemacht, sondern hat auch seine Freizeit seiner Heimatstadt als engagierter Kommunalpolitiker, zuletzt als Bürgermeister, geopfert.

Eine der wesentlichen Aufgaben der Kasse nach dem Krieg war es, ihr Haus der geschäftlichen und später vermehrt der rasanten, technischen Entwicklung anzupassen. Im Jahre 1939 kaufte die Kasse das Gebäude Hasestraße 5 (vormals Eckholt), wo sie auch heute noch im wesentlichen ihren Standort hat. Erst 1949, im Jahr der Gründung der Bundesrepublik Deutschland, ein Jahr nach der zweiten Währungsreform, zog sie in das "eigene Haus", nachdem sie vorher im Haus Warndorff (Hasestraße 1, heute Kaufhaus Hoppe) ihre Geschäfte seit der Gründung getätigt hatte.

Bereits 1955, im ersten mit Mosaikfliesen verkleideten Umbau, das war in den 50er Jahren der letzte architektonische Schrei, stand der erste Buchungsautomat der Bank. Viele Kunden werden sich noch an die Zeit erinnern, als sie 1969 ihre Bankgeschäfte in einem angemieteten Gebäude neben der Post erledigen mußten. Die bisherigen Räumlichkeiten platzten aus allen Nähten.

Schließlich hatte die Stadt Haselünne einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufstieg zu verzeichnen, entstanden doch in der Stadt seit den 50er Jahren bis 1972 - 500! neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Die Volksbank hatte das Gebäude Hasestraße 4 (Haus Neteler) erwerben können und vereinte beide Gebäude zu einer völlig neuen Einheit, die im Volksmund und bei den Mitarbeitern der Bank respektlos Plattenbau genannt wurde.

Der Aufbruch in eine neue Zeit

1970 - 1990er Jahre

Am 03.03.1971 konnte nach 13-monatiger Bauzeit stolz der Neubau eingeweiht werden und niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, daß 10 Jahre später erneut, aufgrund der Geschäftsentwicklung, ein gründlicher Umbau im Inneren des Hauses erfolgen mußte.

Die Bank erhielt eine Online-Anbindung an die Genossenschaftliche Rechenzentrale, und von nun an prägt die rasante Technik des Computerzeitalters die Intervalle der Bautätigkeit der Bank, die seit 1977 nun Volksbank Haselünne eG hieß. Die Ideen von Schulze-Delitzsch und Raiffeisen waren nun endlich auch im Namen vereint. Mittlerweile bestimmten und bestimmen Manfred Winkel 1977 - 1997 und Günter Ostermann seit 1978, neben Hermann Stegemeyer, der zum 01.01.1998 in den Vorstand berufen wurde, die Geschicke der Volksbank.

Nachdem man durch Kauf und Tausch vor allem mit dem Hause Münster, Nachbarn seit langem, getreu dem Motto der Bank "den Weg frei gemacht hatte", kam es zur umfangreichsten Neugestaltung nicht nur der Bank, sondern auch der gesamten Hasestraße vom Kaufhaus Hoppe über das Juwelier- und Optikhaus Münster bis zur heutigen Volksbank. Heute ist dieses Stück Hasestraße das städtebauliche Schmuckstück unserer Heimatstadt, sicher auch deshalb, weil sich architektonisch der Rückgriff auf alte Fassadengestaltung in Form von Arkaden und Renaissancegiebeln eindrucksvoll ausgezahlt hat.

Dies war und ist Bürgersinn im wahrsten Sinne des Wortes! Diesen Eindruck bestätigen auch die vielen Fremden, die inzwischen in Haselünne, im Hasetal, ihren Urlaub verbringen. Genutzt hat es dem Hause Volksbank Haselünne eG sicher auch, daß es immer wieder über die Jahrzehnte hinweg bereit war, für gemeinnützige Zwecke großherzige Spenden zur Verfügung zu stellen, sei es für die Kinderhilfe oder ein Altenheim oder für manchen Verein der Hasestadt. Inzwischen ist die Volksbank in jedem Fall wie immer auf der Höhe der Zeit und bietet ihren Kunden nach dem neuerlichen Umbau 1997 im Inneren fast rund um die Uhr den Service des sog. Self-Banking an.

So bleibt denn festzustellen, daß das Haus gerüstet ist für die Anforderungen der Zeit, daß man aber auch nicht weiß, wann der nächste Schritt erfolgt, denn auch für Hundertjährige gilt: "Wer rastet, der rostet."

Chronologie 1898 - heute

1898
15.03. Gründung der Spar- und Darlehnskasse durch 37 Bauern und Bürger aus Haselünne
05.04. Eintragung in das Genossenschaftsregister beim Königlichen Amtsgericht in Meppen.
Der Geschäftsbetrieb nach der sonntäglichen Messe findet im Hause von Bernhard Warndorff, Hasestr. 1, statt.
Der erste Rendant, der Uhrmacher Matthias Linne, verstirbt.

Vorstand: Anton Hellen, Haselünne; Wilhelm Stevens, Haselünne; Josef Büter, Andrup
Geschäftsführer/Rendant: Anton Thiel, Haselünne
Bilanz zum 31.12.: Bilanzsumme: M 44.963,00 / Mitglieder: 56

 

1899
Nach dem Tode von Matthias Linne hat Vikar Hellen die Geschäfte geführt.
Als neuer Rendant wird Lateinlehrer Thiel gewählt.

1902
Bernhard Warndorff wird Rendant als Nachfolger von Lateinlehrer Thiel. 

1909
Vorstand und Aufsichtsrat der Spar- und Darlehnskasse lehnen einen Antrag der Städtischen Sparkasse auf Vereinigung ab - die Kasse befindet sich in einer Zeit des Aufschwungs.

1923
Anläßlich des ersten Jubiläums, zum 25-jährigen Bestehen, gibt es wenig zu feiern. Die Inflation hält die Menschen in ihrem Würgegriff.

Vorstand: H. Quebbemann, Haselünne; B. Warndorff, Haselünne; H. Pöttker, Andrup; H. Wester, Lotten
Geschäftsführer/Rendant: B. Warndorff, Haselünne
Bilanz zum 31.12.: Bilanzsumme: M 3.087.950.591.233,00 / Mitglieder: 343

1924
Küster Willi Bolle wird für ein Jahr Rendant der Spar- und Darlehnskasse. 

1925
Alex Höfter wird zum neuen Rendanten gewählt. 

1929
In der Generalversammlung vom 04.04. wird wieder von einer positiven Entwicklung der Spar- und Darlehnskasse gesprochen. 

1938
Umfirmierung von Spar- und Darlehnskasse eGmuH in eGmbH. 

1939
Am 1. Februar wird Bernhard Hannen Rendant. Die Bank kauft das Haus Eckholt, Hasestr. 5. 

1942
Bernhard Hannen wird eingezogen und gilt seit Juni 1943 als vermisst. 

1946
Arnold Warndorff, Sohn des Bernhard Wamdorff, wird Rendant. 

1948 - 50 Jahre
Das zweite Jubiläum der Spar- und Darlehnskasse fällt in das Jahr der Währungsreform. 

Vorstand: H. Willemsen, Haselünne; H. Pöttker, Andrup; J. Rolfes, Kl.Dörgen; J. Wehlage, Andrup; G. Zuchgan, Haselünne
Geschäftsführer/Rendant: A. Warndorff, Haselünne
Bilanz zum 31.12.: Bilanzsumme: DM 531.483,00 / Mitglieder: 370

1949
Umzug vom Haus Hasestr. 1 (Warndorff) in das bankeigene Haus Hasestr. 5. 

1954
Einsatz des ersten Buchungsautomaten. 

1955
Umbau des Gebäudes Hasestr. 5. 

1968
Kauf des Hauses Neteler, Hasestr. 4. 

1969
Umzug im August in das angemietete Haus neben der Post, Markt 8. 

1970
Abschluss der im August 1969 begonnenen Umbauarbeiten Hasestr. 4 + 5. Einzug in das neue Gebäude im Dezember. 

1971
Offizielle Einweihung des neuen Gebäudes am 03. 03. 

1972
Umstellung auf EDV am 01. 01.. 

1973 - 75 Jahre
Die Spar- und Darlehnskasse feiert ihr 75-jähriges Jubiläum.

Vorstand: Th. Thiering, Andrup; J. Wehlage, Andrup; A. Warndorff, Haselünne
geschäftsführendes Vorstandsmitglied: A. Warndorff, Haselünne
Bilanz zum 31.12.: Bilanzsumme: DM 16.426.956,00 / Mitglieder: 900

1975
Kauf des Hauses Schmäing, Hasestr. 3. 

1977
Manfred Winkel wird in den Vorstand berufen. Umfirmierung von Spar- und Darlehnskasse Haselünne eG in Volksbank Haselünne eG durch Beschluss der Generalversammlung vom 04. 07.. 

1978
Günter Ostermann wird in den Vorstand berufen.
Arnold Warndorff scheidet aus dem Vorstand aus. 

1980
Online-Anbindung an die Genossenschaftliche Rechenzentrale (GRZ). 

1984
Beginn des Um- und Erweiterungsbaus am Bankgebäude (Hasestr. 5 - 7) am 05.01.

1986
Abschluß des in 1984 begonnenen Umbaus; Einweihung am 19. 09.. 

1989
Einsatz des ersten Geldausgabeautomaten. 

1995
Beginn der Neugestaltung des Bankgebäudes Hasestr. 5 - 7 im Zusammenhang mit der Umstellung auf das neue EDV-System BB3. 

1996
Abschluß des in 1995 begonnenen Umbaus und Inbetriebnahme der Räumlichkeiten, wie sie heute vorhanden sind.
Der ehemalige Bankdirektor Arnold Warndorff verstirbt am 19. 07..

1997
Abschluß eines Kooperationsvertrages mit den Volksbanken aus den Nachbargemeinden Herzlake und Holte am 12. 06.
31.12. Manfred Winkel scheidet aus dem Vorstand aus.

1998 - 100 Jahre
01.01. Hermann Stegemeyer wird in den Vorstand berufen.
Die Volksbank Haselünne eG feiert ihr 100-jähriges Jubiläum.

Vorstand: Günter Ostermann, Haselünne; Hermann Stegemeyer, Haselünne
Bilanz zum 31.12.: Bilanzsumme: DM 131.912.786,27 / Mitglieder: 2.280

1999
Fusion mit der Volksbank Holte-Lähden eG.

2000
Fusion mit der Volksbank Herzlake eG.

2003
01.01. Christoph Kreutzmann wird in den Vorstand berufen.
31.12. Günter Ostermann scheidet aus dem Vorstand aus.

2006
Umstellung auf das neue EDV-System bank21.
Anschaffung neuer Geld-/SB-Automaten.

2007
Umbau der Kasse in Haselünne.

2008
Abriss der alten Schmiede Bachg sowie der baufälligen Wohnhäuser. Dadurch entstehen 40 neue Parkplätze.

Vorstand: Hermann Stegemeyer, Haselünne; Christoph Kreutzmann, Meppen
Bilanz zum 31.12.: Bilanzsumme:  € 165.807.841,21  / Mitglieder: 5.043 

2011
31.05. Hermann Stegemeyer scheidet aus dem Vorstand aus.
01.06. Andreas Knief wird in den Vorstand berufen.

2012
01.07. Gerhard Husmann wird in den Vorstand berufen.
30.09. Christoph Kreutzmann scheidet aus dem Vorstand aus.

2014
27.01. Filiale Herzlake zieht für sechs Monate in Container
28.01. Neuer Geldautomat in Dohren (Backstübchen Meyners)
11.02. alle Geschäftsstellen sind mit einem Geldrecycler ausgestattet
06.07. Neueröffnung der Geschäftsstelle Herzlake
02.12. Neuer Geldautomat in Haselünne (Edeka)

2016
05.09. Umzug und Neueröffnung der Geschäftsstelle Holte (Am Markt 5)

2017
10.01. Beginn der Abrissarbeiten an den Nachbargebäuden der Hauptstelle Haselünne