Damit es weiter dampfen kann

Eisenbahnfreunde erhalten Geldspende

Haselünne. Die Eisenbahnfreunde Hasetal, Haselünne, müssen den Dampfkessel der 96 Jahre alten Lokomotive „Niedersachsen“ aufarbeiten lassen. Dafür erhielten sie jetzt eine Spende in Höhe von 7.500 Euro.

Wer kennt das nicht, wenn er ein älteres Fahrzeug besitzt. Da bleiben Reparaturen und Aufarbeitungen an dem geliebten Vehikel nicht aus. Davon können die Eisenbahnfreunde seit Jahren ein Lied singen. So müssen die Mitglieder des weit über die Grenzen des Emslandes hinaus bekannten Vereins im nächsten Winter den Dampfkessel der 1922 bei Henschel in Kassel gebauten Dampflok „Niedersachsen“ aufarbeiten, sonst ist sie irgendwann nicht mehr funktionstüchtig.

So eine Reparatur ist aber bei allem ehrenamtlichen Einsatz nicht kostenlos zu erhalten. Zumal weitere Arbeiten auf der Agenda der Eisenbahnfreunde stehen, die aufgrund gesetzlich geforderter Umrüstungen bezüglich der Beheizung der Personenwaggons erforderlich sind.

Neue Bremsanlagen

„Zusätzlich müssen wir neue Bremsanlagen einbauen und die Waggondächer instandhalten“, erklärte Vereinsvorsitzender Thorsten Weber , im täglichen Leben Zahntechniker von Beruf, Vertretern der Volksbank Haselünne, die zum Lokschuppen der Eisenbahnfreunde am Hülsener Weg gekommen waren, im Gepäck einen Scheck in Höhe von 7.500 Euro. „Die Spende sind Gelder der VR-Stiftung und der Volksbank Haselünne und sollen helfen, die hohen Kosten der Dampfkesselaufbereitung mitzufinanzieren“, betonte Bankvorstand Gerhard Husmann, der in Begleitung von Thorsten Schrant und Anna Jansen die Eisenbahnfreunde besuchte.

Sie, aber auch der stellvertretende Vorsitzende der Eisenbahnfreunde, Marc Hüstermann, der Schriftführer Wolfgang Schröder, Kassierer Aloys Hegge und der örtliche Betriebsleiter Jochen Vollmer, staunten nicht schlecht, als Weber mit Zahlen zur Ausbesserung des Dampfkessels aufwartet. Durch Korrosion seien 197 jeweils 3,40 Meter lange Heizrohre sozusagen altersschwach geworden. Durch diese Rohre ziehe der heiße Rauch der Dampflok und heize das um sie herum strömende Wasser auf. Vor sieben Jahren wurden zum letzten Mal die Rohre ausgetauscht. Der Austausch der Rohre muss durch eine Fachfirma gemacht werden und kostet laut Aussagen Webers inklusive Arbeitslohn rund 37.000 Euro. Die Rohre bringen es allein auf Materialkosten von 14.500 Euro.

„Von Lokwerken, die in der Lage sind, die Arbeiten vor Ort am Hülsener Weg auszuführen, gibt es in Deutschland noch vier“, weiß Weber. In Meiningen, in Bendorf, in Wetzlar und Krefeld“. Wer die Arbeiten ausführt, das muss die Ausschreibung ergeben. Sicher ist zurzeit nur, dass die Arbeiten an der Dampflok Niedersachsen, von der es in Deutschland nur noch eine betriebsfähige mehr gibt, gemacht werden müssen. „Dank der Spende der VR-Stiftung und der Volksbank Haselünne sieht die Finanzierung der Arbeiten schon viel bessere aus“, sagte Weber bei der Schecküberreichung. In den letzten Jahren hat die Volksbank Haselünne schon mehrfach die Eisenbahnfreunde Hasetal e. V. unterstützt. Unter anderem gab sie 2011 5.000 Euro für die Aufarbeitung des Waggonparks. 2013 erhielten die Eisenbahnfreunde 4.000 Euro von der Volksbank für die Restaurierung eines Güterwaggons.
 

Eine 7.500-Euro-Spende erhalten die Eisenbahnfreunde von der VR-Stiftung und der Volksbank Haselünne. Das Bild zeigt, von links: Thorsten Schrant (Volksbank), Vorsitzender Thorsten Weber, Anna Jansen (Volksbank), Gerhard Husmann (Volksbank), Jochen Vollmer und Aloys Hegge (beide Eisenbahnfreunde). Foto: Diers