Neuer Standort für die Volksbank

Finanzdienstleister zieht innerhalb Holte-Lastrups um - Räumliche Verkleinerung

Lähden. Die Tage der Volksbank-Filiale an ihrem jetzigen Standort in Holte-Lastrup sind gezählt. Der Finanzdienstleister plant für September 2016 den Umzug innerhalb des Lähdener Ortsteils in ein neues Domizil am Markt. Die räumliche Verkleinerung soll laut der Volksbank nichts an Kundennähe und guter Erreichbarkeit ändern.

 

Die Geschäftsstelle der Volksbank Haselünne in Holte ist in die Jahre gekommen. Das 1984 erbaute Gebäude in der Straße Am Schultenhof mit einer Nutzfläche von 556 Quadratmetern war einst die Hauptstelle der früheren Volksbank Holte-Lähden. Durch deren Fusion 1999 mit der Nachbarbank aus Haselünne verlor es diesen Zweck.

Nach mehr als 30 Jahren ist das Haus renovierungsbedürftig, was die Volksbank nach Worten ihrer Vorstände Gerhard Husmann und Andreas Knief zum Anlass nahm, die Filiale insgesamt auf den Prüfstand zu stellen. Im Herbst 2015 kam man zu dem Ergebnis, dass es sinnvoll sei, die bisherigen Räume zu verlassen, ohne aber den Standort Holte-Lastrup ganz aufzugeben.

Rohbau bereits fertig

Aus Sicht der Volksbank traf es sich gut, dass nur etwa 400 Meter vom Schultenhof entfernt ein neues Wohn- und Geschäftshaus entsteht. Bauherr des dreigeschossigen Gebäudes in der Straße Am Markt ist die Firma Maue & Brüggen. Der Rohbau unmittelbar neben der Ritter-Apotheke steht bereits; in der kommenden Woche sollen die Fenster eingesetzt werden, ehe die Putz- und Innenarbeiten beginnen. Sobald das Haus im September fertiggestellt ist, will der Finanzdienstleister als Mieter in eine neue, 130 Quadratmeter große Filiale im Erdgeschoss ziehen.

Ausschlaggebend für diesen Schritt waren nach Worten von Husmann neben den Kosten einer Renovierung der alten Geschäftsstelle auch die veränderten Anforderungen an eine Bankfiliale. „Gerade noch zehn Prozent der Überweisungsträger werden in Papierform in Auftrag gegeben“, so Husmann. „Alle anderen Überweisungen tätigt der Kunde entweder in den Selbstbedienungsbereichen der Filialen oder aber online.“

Verändertes Nutzungsverhalten

Die Digitalisierung hat das Nutzungsverhalten der Kundschaft, vor Ort zum Großteil aus Privatkunden bestehend, also insofern verändert, dass für die drei Bankmitarbeiter in Holte-Lastrup – einer im Bereich Service, zwei in der Beratung – nicht mehr gut 550 Quadratmeter nötig sind. Gleichwohl hat die Kundenberatung einen unverändert hohen Stellenwert.

Darüber hinaus haben aus Sicht der Bank die Sicherheitsanforderungen weiter an Bedeutung gewonnen. Und das nicht nur aufgrund der Serie an Geldautomatensprengungen in der Region. Die Volksbank hat laut Knief darauf reagiert, indem sie die Zugangsmöglichkeiten zu den Automaten auf die Zeit zwischen 7 und 21 Uhr beschränkt hat. Auswertungen hätten ergeben, dass die Geräte außerhalb dieses Zeitraums kaum genutzt werden.

Mehr Parkplätze

Der künftige Standort am Markt ist im Gegensatz zum bisherigen barrierefrei; auch sollen dort mehr Parkplätze zur Verfügung stehen. Er wird neben einem Selbstbedienungsbereich einen kombinierten Service- und Beratungsraum sowie zwei weitere Beratungsräume umfassen. „Wir haben die langfristige Präsenz in Holte vertraglich vereinbart und bekennen uns zu diesem wichtigen Standort, mit dessen Entwicklung wir sehr zufrieden sind“, sagt Bernd Abeln, Marktbereichsleiter der Volksbank in der Samtgemeinde Herzlake.

Die alte Immobilie am Schultenhof wiederum wurde der Volksbank zufolge bereits im Oktober 2015 an einen Gewerbetreibenden aus der Gemeinde Lähden verkauft. Dieser wolle dort Büros einrichten.

Die Vertreter der Volksbank Haselünne vor den Räumen der künftigen Filiale am Markt in Holte-Lastrup. Von links: Andreas Knief, Gerhard Husmann und Bernd Abeln. Quelle: Meppener Tagespost vom 13.05.2016; Foto: Tim Gallandi