Kunden nutzen niedriges Zinsniveau

Bilanzsumme der Volksbank Haselünne wächst um 11,4 Prozent

 

 

Haselünne. Die Volksbank Haselünne konnte in der 115. Generalversammlung in der Stadthalle wie schon in den Jahren zuvor auf eine positive Entwicklung zurückblicken. Das Kreditgeschäft wuchs stärker als der Markt, und bei den Kundeneinlagen wurden die Erwartungen des Vorstandes übertroffen.

„Die Bilanzsumme hat sich als Resultat daraus um 11,4 Prozent auf rund 236,5 Millionen Euro erhöht“, konnte Bankvorstand Andreas Knief der Versammlung erfreut mitteilen. Die Kundenkredite der Bank stiegen um 7,3 Prozent auf 162,6 Million Euro. „Unsere Kunden nutzten im Jahr 2014 das historisch niedrige Zinsniveau und nahmen vermehrt lang- und mittelfristige Kredite auf “, nannte Knief als Begründung des florierenden Kreditgeschäftes. Zudem hätten die Firmenkunden ihre kurzfristigen Kreditlinien vermehrt in Anspruch genommen. Die Kundeneinlagen verzeichneten wie der Kundenkreditbereich „ein deutliches Wachstum“. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 wuchsen sie um 14,6 Million Euro auf 167,6 Million Euro. Das entspricht einer Steigerung von 9,6 Prozent. Der Volksbank Haselünne gehörten am Jahresende 2014 genau 5162 Mitglieder an, insgesamt 49 mehr als Ende 2013. Die Zahl der Kunden zum Jahresende betrug 14367.

Dass die Volksbank gut aufgestellt ist, erläuterte Knief anhand des ausgewiesenen Bilanzgewinns von rund 455000 Euro. Das bilanzielle Eigenkapital betrage 24,7 Millionen Euro. „Ohne unser Eigenkapital wären wir nicht handlungsfähig“, hieß es von Knief. Die gesetzlichen Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung seien im letzten Jahr immer gegeben gewesen. Der Bankvorstand stellte fest, „die Vermögenslage der Volksbank Haselünne ist geordnet“. Nach Steuern verblieb der Volksbank ein Jahresüberschuss von rund 1,9 Millionen Euro. Satzungsgemäß flossen 1,5 Millionen Euro in die Rücklagen. Auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat sprach sich die Versammlung einstimmig dafür aus, den verbliebenen Bilanzgewinn von 455000 Euro zu jeweils rund 186000 Euro in die gesetzliche Rücklage und anderen Ergebnisrücklagen einzustellen sowie eine 5,6-prozentige Dividende auf die Geschäftsguthaben der Mitglieder auszuschütten, in der Summe 82843 Euro. „Die von uns im letzten Lagebericht in 2014 prognostizierten Werte zum Zinsüberschuss, Provisionsergebnis sowie den Sach- und Personalaufwendungen bestätigten sich im Jahresverlauf positiv, sodass sich das Betriebsergebnis leicht über unseren Erwartungen darstellt“, sagte Knief unter Beifall. Bankvorstand Gerhard Husmann hatte zuvor in seinem Lagebericht gewarnt, dass „der positive Trend nur schwer beziehungsweise eher überhaupt nicht fortgesetzt werden“ kann.

Anhaltend niedrige Zinsen stellten die Volksbank vor große Herausforderungen. „Die Überschüsse werden zwangsläufig zurückgehen“. Ein  konsequentes und nachhaltig sparsames Wirtschaften sei notwendig. Die 227 anwesenden stimmberechtigten Mitglieder erteilten Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig Entlastung. Sie bestätigten zudem einstimmig die Aufsichtsratsmitglieder Georg Giese und Thomas Rülander für eine weitere Amtszeit. Als Gast gab nach dem offiziellen Teil der Versammlung der Psychologe, Sport- und Trainingswissenschaftler Dr. Arno Schimpf eine Lehrstunde zum Thema „Schneller, höher, weiter – erfolgreich sein, dann, wenn’s darauf ankommt“.

Seit über 30 Jahren ist Dr. Schimpf erfolgreich als Mentalcoach von Sportlern, Teams und Trainer verschiedener Sportarten bei weltweiten Championaten unterwegs. Mit seinen Tipps begeisterte der Mentalcoach die Stadthalle nicht nur, sondern regte auch zum Nachdenken an, bevor „Berufsfetischisten“ am Tagesablauf scheitern.

Quelle: Meppener Tagespost vom 13.05.2015
Erfolgreiche Bilanz zogen Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Haselünne in der Stadthalle mit (v. l.) Verbandsdirektor Georg Litmathe, Vorstand Andreas Knief, Aufsichtsratsvorsitzender Theo Lohe, Aufsichtsrat Heiner Feldhaus, Aufsichtsrat Thomas Rülander, Dr. Arno Schimpf, Aufsichtsrat Georg Giese, Vorstand Gerhard Husmann und Aufsichtsrat Alois Beelmann. Quelle: Meppener Tagespost vom 13.05.2015