Haselünner "Greif AG" mit bestem Marketingkonzept

 

 

Haselünne. Eine Woche lang tauschten 24 Schüler des Kreisgymnasiums St. Ursula in Haselünne ihr Klassenzimmer mit der Vorstandsetage eines fiktiven Unternehmens.
Als Gäste der Volksbank Haselünne eG leiteten sie im Rahmen des computergestützten Schülerplanspiels „Management Information Game“ (MIG) drei miteinander konkurrierende Aktiengesellschaften. Dabei mussten die engagierten „Jungunternehmer“ knallharte Entscheidungen treffen, die nicht nur Auswirkungen auf die Bilanzen, sondern auch auf Arbeitsplätze und Unternehmensperspektiven haben.
Organisiert wurde das Spiel vom Industriellen Arbeitgeberverband Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Außer der Volksbank Haselünne eG wurde die Projektwoche von zahlreichen regionalen Unternehmen unterstützt. Das praxisnahe Projekt vermittelte den Haselünner Schülern spielerisch einen Einblick ins Wirtschaftsleben. Dabei schlüpften die Jugendlichen in die Rolle von AG-Vorständen. Zu ihrem zehnstündigen Unternehmeralltag gehörten Entscheidungen über Fertigung, Einkauf und Personal ebenso wie Preiskalkulation und Bilanzierung.
Zum Abschluss der Projektwoche stellten die Schüler die Marketingkonzepte der drei Unternehmen Greif AG, EZW-Emsländische Zweiradwerke AG und German Cycle AG vor. Die Gäste, viele davon aus der Haselünner Wirtschaft, schlüpften dabei in die Rolle von Einkäufern der Einkaufsgemeinschaft „Abgefahren“ GmbH.
Aufgeteilt in drei Unternehmen, deren Vorstände sie jeweils präsentierten, hatten die jungen Leute an diesem Abend die Aufgabe, den Einkäufern ihr Marketingprojekt für ein neuartiges E-Bike vorzustellen. Da alle Teams diese Aufgabe höchst professionell bewältigten, fiel das Abstimmungsergebnis extrem knapp aus.
Aus der Präsentation ging die Greif AG mit 61 Punkten als Sieger hervor, dicht gefolgt von der EZW-Emsländische Zweiradwerke AG (60 Punkte). Der dritte Platz ging an die German Cycle AG (59 Punkte). Allerdings legten die Vorstände des German Cycle AG als Drittplatzierte bei der Präsentation am nächsten Tag in der Hauptversammlung das beste Unternehmensergebnis vor.
„Die kreativen Produktideen und guten Leistungen der Teilnehmer bei den Marketingpräsentationen zeigen, dass wir mit Hilfe regionaler Unternehmen den Schülern ermöglichen, mit Spaß und Praxisbezug, Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge zu erhalten. Der einwöchige Rollentausch verdeutlicht am Ende der Planspielwoche immer wieder, dass MIG eine gute Investition in die Bildung der Jugendlichen ist“, resümierte Bernadette Grabowski, Bildungsreferentin des Industriellen Arbeitgeberverbandes.

Quelle: Meppener Tagespost vom 24.04.2015
Die „Greif AG“ überzeugte bei der Präsentation mit einem schlüssigen Konzept die Käufergemeinschaft. Foto: Gerd Mecklenborg Quelle: Meppener Tagespost vom 24.04.2015